Zu perytons Galerie

geboren in süddeutschland - ach, lange her, im jahr 1962. nach aussen hin erkennbar eine glückliche kindheit zwischen letzten nachkriegstrümmern, zwei hälften von deutschland und dem allgemeinen `wir-reden-nicht-drüber´ in den kellern und luftschutzbunkern eines kleineren industriestadtvororts mit blick auf die schweizer berge. anschliessend das für das kleinbürgertum (damals) übliche: grundschule, gymnasium, universität

1991 studienabschluss in kiel mit diplom, danach selbständiges arbeiten als … nein, unwichtig. das war gestern. vorgestern. vorvorgestern

das wirklich wichtige kommt ja für die meisten menschen spät oder zu spät, bleibt unerkannt oder nie ersehnt. auch bei mir dauerte es eine viel zu lange zeit, bis ich mich endlich entschloss, “radikal” zu werden, mich frei zu machen von “der” gesellschaft, deren kleine teile ihre persönlichen verantwortungen noch immer verschieben, noch immer grossäugig behaupten können, nichts gewusst zu haben, nichts zu wissen und überhaupt nie etwas wissen zu können. und daher ist und war für mich das wichtige darauf zu beharren, dass eben nicht längst alles gesagt ist, noch lange nicht vergessen und ganz bestimmt etwas geändert wird an dem, was schon viel zu lange bestand hatte:

  • arbeiten als performancekünstler
  • agieren als politisch aktiver vielerlei (tierrechte, anti-atom, graswurzelbewegung, direct-action)
  • arbeit als komponist und chansonnier

in meinem beruf als chansonnier fühle ich mich zuständig für das sehnendmachen. für das augenaufreissen. für das bitterbös lachende nachfragen. für das nasezeigen, das vor- und irreführen all jener, die in ihrer behäbigkeit, ihrer arroganten selbstzufriedenheit und falschen sicherheit noch nicht begriffen haben, dass die zukunft den unruhestiftenden gehört: uns. dir. mir. den liebenden. den unvollkommenen, den schwachen, den zärtlichen. den kreativen. den freundlichen… kurzum: all jenen, die ohne macht und gewalt auskommen